Kurze Geschichte der Gemeinde


Das Dorf Steglitz wurde wohl wie die umliegenden Dörfer im 13. Jahrhundert gegründet und gehörte zu Teltow. Seinen Aufschwung erlebte es ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Ausschlaggebend hierfür waren der Ausbau der Strasse vom Berliner Schloss zur Sommerresidenz Sanssouci in Potsdam heutige Bundesstrasse 1: u.a. Rhein-, Schloßstr., Unter den Eichen) zu einer Chaussee und später vorallem die Einrichtung einer Bahnstation an der Verbindung Berlin – Potsdam (heutige S-Bahnlinie 1). Steglitz blieb stets ein Dorf, bis es 1920 in Groß-Berlin eingemeindet wurde.

Mit dem Dorf wuchs auch die evangelische Gemeinde. Seit der Reformation wurde Steglitz geistlich von Giesensdorf aus betreut. Erst 1893 erhielt die Steglitzer Gemeinde ihren 1. eigenen evangelischen Pfarrer.

1880 wurde die heutige Matthäus-Kirche als Ersatz für die zu kleine und baufällige Dorfkirche eingeweiht. Die Gemeinde baute noch 2 weitere Kirchen: Markus (1912) und Lukas (1919). Erst 1950 wurden daraus 3 selbstständige Gemeinden. 1963 wurde ein Teil der Matthäus-Gemeinde als Patmos-Gemeinde selbstständig.

Schon ab Ende des 19. Jahrhunderts kristallisierte sich als Schwerpunkte der Matthäus-Gemeinde die Kirchenmusik und die Arbeit von und mit Ehrenamtlichen heraus: Ihre – sehr oft selbstständige – Arbeit erstreckt(e) sich auf die Kinder-, Jugend-, Erwachsenen-, Frauen-, Männer-, Seniorenarbeit, Theater-, Musik-, Sportgruppen, Seminare, Vorträge, Fahrten, Gemeindeleitung, Feste, Veranstaltungen, Beteiligung an kreis-, landeskirchlichen und kirchentaglichen Veranstaltungen und noch sehr vieles mehr.

Die Gemeinde zählt ca. 4.000 Glieder, besitzt 1 Pfarrstelle und betreibt einen Kinderhort / -garten

Eine ausführliche Chronik in vielen Aufsätzen und Beschreibungen findet sich im Jubiläumsband “125 Jahre Evangelische Matthäuskirche”, 120 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Berlin-Steglitz 2005.
Der Band kann in der Küsterei erworben werden zum Preis von 1 Euro oder hier als PDF runtergeladen werden

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